Es ist schon Tradition geworden, in der ‚Sommerpause‘ Werke von Künstlern, die das Programm der Galerie seit vielen Jahren mit tragen, mit jungen und neuen Positionen in Korrespondenz zu bringen. SHORT CUT verfolgt hier kein kuratorisches Konzept, vielmehr leuchten sehr unterschiedliche Positionen nebeneinander auf, ohne dass diese einen Verweis auf das Gesamtwerk der einzelnen Künstlerinnen und Künstler geben wollten.

Bereits 1999 wurde hier Yin Xiuzhen (* 1963 in China) gezeigt, die mit ihren Installationen und Objekten der Idee der ,Sozialen Plastik’ nachspürt, – nicht jedoch im geläufigen, westlichen Sinne. Durch die Verwendung von Textilien schafft sie neue Konnotationen persönlicher und zwischenmenschlicher Intimität. Chiharu Shiota (* 1972 in Japan, lebt in Berlin) wurde hier ebenfalls 1999 erstmals ausgestellt. Sie verbildlicht mit Ihren oft raumgreifenden Installationen aus Wollfäden und Kleidern, aus Glasfenstern oder mit ihren ,Blut-Pumpen’ menschliche Empfindungen und Ängste. Die Kraft ihrer Werke liegt dabei oft gerade in ihren Ambivalenzen und Uneindeutigkeiten. Erstmals im Jahre 2002 wurden hier Werke von Heri Dono (* 1960 in Indonesien) präsentiert, der mit seinen scheinbar archaischen Installationen und kinetischen Objekten künstlerische Traditionen seiner Heimat vereinnahmt und diese mit philosophischen und sozialkritischen Ansätzen in Kontakt bringt.

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